BÖNNINGHAUSEN INSTITUT e.V.


Das Institut stellt einen Zusammenschluss von Therapeuten dar, mit dem Ziel, gemeinsam zu behandeln, zu forschen und Weiterbildungen anzubieten. 

Der Name „Bönninghausen“ ist Programm und steht für jenen universalen Westfalen Clemens Maria Franz von Bönninghausen, der sowohl hochrangiger Beamter, Landwirt, anerkannter Botaniker als auch ein weltberühmter Homöopath war. Er heilte Annette von Droste Hülshoff von einer Tuberkulose und schrieb grundlegende, noch heute genutzte Nachschlagewerke. Er liebte die Natur und verfasste eine erste Darstellung der Flora Westfalens. Die jahrzehntelang von ihm einberufenen Fachtagungen waren bekannt für ihren offenen und toleranten Erfahrungs- und Meinungsaustausch. 

Bönninghausens kritischer, aber gleichzeitig ganzheitlich ausgerichteter Geist bezog sowohl natur- als auch geisteswissenschaftliche Kenntnisse mit ein. Er war also damals das, was wir heute einen ganzheitlichen Heilkundler nennen würden. Dieser Geist soll in diesem Institut wieder lebendig werden.

Menschenbild und Konzept

Die Mitglieder des Instituts stehen für ein ganzheitliches Therapieverständnis. Viele heute verwendete Therapien sind zu sehr auf einzelne Organsysteme oder Teilaspekte des Menschen konzentriert. Ein rein materielles Weltbild verstellt den Blick auf tiefere und allgemeinere Zusammenhänge. Es ist das Ziel des Institutes, sowohl der geistigen als auch der materiellen (körperlichen) Seite des Menschen Rechnung zu tragen. In den ganzheitlichen Therapieverfahren ist die Einheit von Körper, Geist und Seele täglich auf verschiedenen Ebenen konkret erfahrbar. Symptome sprechen eine archaische, urtümliche Sprache, die verstehbar gemacht werden kann, wenn man sich ihr öffnet.

Ganzheitliche Heilkunst bedeutet, die Möglichkeiten des Erkrankens und Gesundens mit einem umfassenden Blick zu betrachten. Es ist eine klinische Arbeit, welche die Möglichkeiten der komplementären Medizin nutzt, ohne schulmedizinische Fortschritte dabei zu mißachten. So werden z.B. die Erkenntnisse einer modernen Neurophysiologie nicht ausgeblendet, sondern gesehen vor dem Hintergrund der allgemeinen Vitalität und Lebenskraft, die als ganzes verstimmt, gestaut oder fehlgeleitet sein kann. Dabei spielen seelisches, geistiges und körperliches Erleben gleichermaßen eine Rolle.

© Andreas Holling 2016